Skiunfälle – Unterschiedliche Verletzungsarten


Von den etwa 4,2 Millionen deutschen Skifahrern werden sich auch in diesem Winter zwischen 43.000 und 45.000 Skifahrer beim Skisport verletzen – so die Statistik der "Auswertungsstelle für Skiunfälle" in Düsseldorf (ASU Ski).


Die erfreuliche Nachricht für alle Wintersportler ist, dass sowohl die Verletztenquote als auch die Krankenhausaufenthalte stetig sinken. Während früher unter den Verletzungsarten von Skifahrern die Beinbrüche vorherrschten (vor allem Unterschenkel und Knöchel), haben sie sich in den letzten Jahrzehnten infolge besserer Sicherheits- bzw. Skibindungen auf Verletzungen anderer Art verlagert, wobei neben den Knien vor allem Arme (bei Snowboardern) bzw. Schultern zu nennen sind, bei Eis und durch Skistöcke jedoch auch die Hände.


Die zunehmende Frequenz und Geschwindigkeit auf den Skipisten bewirkt auch einen wachsenden Prozentanteil von Kopfverletzungen. Daher wird seitens der Liftbetreiber und Ärzte immer häufiger das Tragen eines Schutzhelmes empfohlen.


Die klassischen Skiverletzungen der vergangenen Jahre waren die Kreuzbandrisse und Seitenbandrisse im Knie, beim Snowboarder heute hingegen Verletzungen der Arme.

Verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (>=15 Jahre) Saison 2006/2007 (alle Skifahrer) verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (alle Skifahrer)

Bezüglich der Verletzungslokalisation zeigen sich klare Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern beziehungsweise Frauen und Männern:
So machten etwa Knieverletzungen bei weiblichen Skifahrern nahezu die Hälfte der Verletzungen aus, wohingegen dies bei Männern und Kindern nur etwa ein Viertel war. Im Gegensatz dazu war bei männlichen Skifahrern der Anteil der Verletzungen im Bereich der Schulter und des Oberarms fast doppelt so hoch wie bei den weiblichen. Bei Kindern hingegen war der Anteil der Kopf- und Handverletzungen deutlich höher als bei Erwachsenen.

Verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (>=15 Jahre) Saison 2006/2007 (Männer) verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (weibliche Skifahrer)

Verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (>=15 Jahre) Saison 2006/2007 (Frauen) verletzte Körperregionen alpiner Skifahrer (männliche Skifahrer)

Insgesamt zeigt sich jedoch, wie Eingangs bereits erwähnt, ein deutlicher Rückgang der Skiunfälle: „Seit der Basissaison 1979/1980 ist in der Saison 2006/07 ein Rückgang der Verletzten pro 1000 Skifahrer von mehr als 56,6 Prozent zu verzeichnen.“ (Zahlen und Trends 2006/07. Stiftung Sicherheit. ARAG und ASU)


Sollten Sie jedoch einen Skiunfall erleiden, bietet Ihnen unsere Hotline eine direkte, ärztliche Beratung.